Baderegeln - für Kinder erklärt

 Andrea Schwarz & Bobo Boje



Zu den Anforderungen für das deutsche Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ zählen neben dem Schwimmen und dem Tauchen auch das Kennen der Baderegeln.
Damit Eure Kinder die Baderegeln nicht nur auswendig lernen, sondern auch verstehen, haben wir die Baderegeln in diesem Beitrag für Eure Kinder kindgerecht erklärt.



Die Baderegeln in verschiedenen Sprachen findet ihr auch hier zum Downloaden



 


Kühle Dich ab, bevor Du ins Wasser gehst.


Warum ist es so wichtig, dass ich mich, bevor ich ins Wasser gehe, abkühle oder mich bevor ich ins Wasser gehe, abdusche? Es ist wichtig, dass sich dein Körper an die Temperatur des Wassers gewöhnt. Darum solltest du nicht einfach so ins Wasser springen. Noch wichtiger ist es, sich abzukühlen, wenn jemand ein schwaches Herz hat oder schon älter ist. Ein anderer Grund ist, dass du Schmutz oder Schweiß auf der Haut haben könntest. Damit das Wasser nicht schnell verschmutzt, ist das Abduschen wichtig, bevor du ins Wasser gehst.

Lasse die anderen in Ruhe, und tauche sie nicht unter.


Auch du magst es bestimmt nicht, wenn dich ein anderes Kind oder Erwachsener einfach ohne Ankündigung unter Wasser taucht. Wenn du ein anderes Kind einfach so untertauchst, könnte es sich verschlucken oder große Angst bekommen, weil es sich so erschreckt. Außerdem könnte die Person dann vergessen, vorher Luft zu holen.

Gehe nur ins Wasser, wenn Du Dich wohlfühlst.


Warum soll ich nur ins Wasser gehen, wenn ich mich wohlfühle? Die Antwort ist ganz einfach. Wenn wir krank sind, bleiben wir zuhause und gehen nicht schwimmen. Damit du andere nicht ansteckst, bleibe bitte auch zuhause, wenn du nur ein bisschen Husten und Schnupfen hast.

Wenn Du frierst, verlasse das Wasser.


Sobald du merkst, dass du im Wasser frierst, gehe aus dem Wasser und dusche dich warm ab. Danach ziehst du deine nassen Badesachen aus, trocknest dich ab und ziehst warme Kleidung an. Nimm dir immer etwas warmes zum Anziehen mit.

Schaue beim Sprung ins Wasser ob Du niemanden gefährdest.


Das sollte doch klar wie Kloßbrühe sein. Wir springen erst ins Wasser, wenn dort niemand mehr schwimmt und sich keine Person dort im Wasser befindet. Wenn du einfach ohne Absprache springst und sich dort jemand im Wasser befindet, dann kannst du dich selbst aber auch andere verletzen. Denke immer an deine eigene Sicherheit und an die Sicherheit der anderen Personen im Wasser.

Luftmatratzen und Gummitiere bieten Dir keine Sicherheit.


Luftmatratzen und Gummitiere sind oft aus Plastik. Stell dir einmal vor, du bist mit einer Luftmatratze mitten auf einem See und die Luftmatratze, das Gummitier oder ein großer Schwimmreifen gehen kaputt und verlieren die Luft. Dann bieten dir diese Dinge keine Sicherheit, so wie es die Poolnudel oder das Schwimmkissen macht.   

Teile Deine Kräfte so ein, dass Du immer an Land kommen kannst.

Schwimme nur so weit vom Beckenrand oder vom Ufer eines Sees weg, dass du mit eigener Kraft gefahrlos wieder den Beckenrand oder das Ufer erreichst. Schwimme also nur eine so lange Strecke, dass du auf jeden Fall wieder ohne Hilfe zurück zum Ufer schwimmen kannst. Falls du dich aber mal während des Schwimmens ausruhen musst, kannst du dich auf den Rücken legen, den Seestern machen und dich etwas auf der Wasseroberfläche ausruhen


Springe nur ins Wasser, wenn es tief genug ist.



Wenn das Wasser beim Reinspringen nicht tief genug ist, kannst du dich schnell verletzen. Wenn du dir nicht sicher bist, wie tief das Wasser ist, in das du hineinspringen willst, dann springe bitte nicht ins Wasser. Falls es aber überhaupt keine Möglichkeit gibt und du unbedingt springen musst, dann springe nur mit einem Paketsprung bzw. einer Arschbombe ins Wasser, denn dann tauchst du nicht so weit unter und die Gefahr sich zu verletzen ist geringer.  

Rufe nie sinnlos um Hilfe, und hilf wenn andere in Not sind.


Beim Spielen passiert es oft, dass man aus Versehen um Hilfe ruft. Das ist überhaupt nicht gut. Dann meint ein möglicher Retter, dass du wirklich Hilfe benötigst. Rufe nur um Hilfe, wenn du selbst in Gefahr bist, hilf aber andere Personen, wenn sie Hilfe benötigen. Falls du dieses nicht allein schaffst, rufst du dann um Hilfe, damit dir noch andere helfen.   

Gehe niemals mit vollem Magen ins Wasser.


Wenn du zu viel vor dem Schwimmen gegessen hast, könnte es sein, dass du dich wegen der Anstrengung und des vollen Magens beim Schwimmen übergeben musst. Das ist sehr unangenehm. Aber du solltest auch nicht mit ganz leerem Magen ins Wasser gehen. Esse vor dem Schwimmen eine Kleinigkeit. Nimm dir besser für nach dem Schwimmen einen kleinen Snack mit, den du nach dem Schwimmen essen kannst. 

Verlasse bei einem Gewitter sofort das Wasser.


Bei Gewitter musst du schnell aus dem Wasser herausgehen. Falls es passieren sollte, dass ein Blitz ins Wasser einschlägt, ist es für dich lebensgefährlich, da Strom durch das Wasser geleitet wird und dich dann treffen kann. Wasser zieht Blitze an.   

Im Schwimmbad nicht rennen, Rutschgefahr!


Im Schwimmbad solltest du niemals rennen, wenn du außerhalb des Beckens läufst. Die Fliesen sind durch das Wasser nass und sehr rutschig und du kannst schnell ausrutschen und hinfallen. Dabei könntest du dich dann verletzen. Also denke bitte daran, zu jedem Schwimmen Badelatschen mitzubringen, die du dann anziehen kannst.