Individualität der Kinder beim Schwimmen


Andrea Schwarz





Ein Kind mit gelber Brille auf den Augen, liegt auf einer gelben Luftmatratze im Wasser und formt seine Lippen zu einem "o". Seine Hände sind hinter seinen Kopf gelegt.


Ein Mädchen taucht unter Wasser, trägt eine orangene Schwimmbrille und zeigt beide Daumen nach oben.


Ein Junge im Wasser trägt eine hellblaue Bademütze sowie eine hellblaue Schwimmbrille.



# Jeder ist individuell


Nicht nur jeder Erwachsene ist individuell, sondern auch jedes Kind – jeder Mensch ist individuell. Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit, sein eigenes Aussehen und auch seine eigene geistige und körperliche Entwicklung. Wenn wir dem Schweizer Kinderarzt und Autor Remo Hans Largo Glauben schenken, haben wir beispielsweise in einer Klasse von Erstklässlern eine Entwicklungsaltersspanne von mindestens 3 Jahren.

# Wie alt sollten die Kleinen sein, um schwimmen zu lernen?


Grundsätzlich ist niemand zu jung oder zu alt zum Schwimmen lernen! Wichtig ist nur, dass das Kind es auch lernen möchte. Die meisten Kinder haben nämlich ein großes Hemmnis beim Schwimmenlernen – der Kopf. Der Kopf ist der Überlebensinstinkt des Kindes, welcher sagt: Geh nicht ins Wasser, das ist gefährlich. Kinder, die schwimmen lernen wollen, müssen bereit dazu sein, um an dieser Angst zu arbeiten.

Eine klare Altersempfehlung für das Schwimmen lernen gibt es nicht. Die DLRG gibt zur Orientierung den Beginn des Schwimmunterrichts zwischen 4 und 5 Jahren an, je nach Wassergewöhnung der Kinder.

Wichtig ist, dass das Element Wasser als solches den Kindern schon früh vertraut gemacht wird. Daher bieten wir schon für Babys ab 3 Monate Babyschwimmkurse an. Damit die Kinder keine Angst vor Wasser entwickeln, sollte sie mit dem Element Wasser so früh wie möglich in Berührung kommen. Im Anschluss an das Babyschwimmen ist eine gute Wassergewöhnung von Vorteil, bevor die Kinder in den Anfängerschwimmkurs gehen. Auch hier bieten wir entsprechende Wassergewöhnungskurse an oder aber man macht diese mit den Kindern selbst. Schaut auch hier gerne den Bericht von Franziska Schalm zur Schwimmkursvorbereitung ebenfalls in unserem Magazin an.



# Welche Voraussetzungen benötigt mein Kind für einen Schwimmkurs?


Das Kind sollte eine gute Wassergewöhnung genossen haben. Das perfekte Alter für den Anfängerschwimmkurs beginnt je nach den kognitiven und koordinativen Fähigkeiten der Kinder mit circa 4 Jahren. Wichtig ist außerdem, dass Euer Kind bereit ist, den Schwimmkurs mit weiteren Kindern aber ohne Mama und Papa zu besuchen.

# Warum sollte ich meinen kleinen Schwimmer im Schwimmkurs anmelden?


Es spricht natürlich nichts dagegen, wenn das Kind von den Eltern das Schwimmen lernt. Allerdings haben viele Eltern bereits die Erfahrung gemacht, dass Eltern dazu neigen, ihre Kinder zu überfordern bzw. auch nicht so viel Geduld bei ihren eigenen Kindern zum Schwimmen lernen haben. Auch fehlen oft das wichtige Grundlagenwissen im Hinblick auf die Schwimmtechnik.

Weiter ist das Schwimmen lernen mit Freunden des Kindes eine großartige Alternative zum Selbst beibringen. Mit vertrauten Gesichtern in einer Gruppe und unserem Konzept des spielerischen Schwimmenlernens macht es den Kindern oft doppelt so viel Spaß.

# Warum lernt der Eine schneller als der Andere?


Unsere Schwimmlehrer setzen an den Stärken und Schwächen aber auch an den Interessen der Kinder an und fördern mit unserem abwechslungsreichen und spielerischen Konzept die Begeisterung für das Element Wasser. Kinder werden bei uns individuell gefördert, da wir nur in Kleingruppen arbeiten.

Die Kinder überwinden in unseren Kursen mit Spaß und Methode die Angst vor dem Wasser und können nach einer guten Wassergewöhnung, die auch von uns gemacht werden kann, erfolgreich das Schwimmen lernen.

Es wird sehr viel Wert auf die spielerische Gestaltung des Unterrichts gelegt. Wir vermitteln mit dem Einbau von verschiedenen Spielen neben den ersten Schwimmbewegungen auch weitere wichtige Elemente zum Schwimmen lernen wie zum Beispiel das Gleiten, da Tauchen und das Atmen (siehe auch den Bericht auf in unserem Magazin Die richtige Atmung – warum ist das wichtig).

Kein Kind gleicht dem anderen Kind. Jedes Kind benötigt manchmal mehr, manchmal weniger Förderung bzw. Aufmerksamkeit. Das eine Kind lernt schneller als das andere. Jedes Kind bei uns individuell gefördert und nach seinen Fortschritten und auch im Hinblick auf eventuelle Angst unterrichtet.

Jedes Kind stellt für uns ein Individuum dar, dem wir Freiraum für die persönliche Entwicklung geben möchten. Wir möchten keine Entwicklung der Kinder unterdrücken, sondern die Stärken der Kinder fördern. Somit wird jedes Kind individuell gefördert, und zwar je nach dem Leistungsstand des Kindes.

# Wie lange dauert es, bis mein Kind schwimmen kann?



Darauf gibt es eigentlich keine klare Antwort. Schwimmen lernen ist eine individuelle Angelegenheit – jedes Kind ist anders als das andere. Das eine Kind hat eine gute Wassergewöhnung genossen, das andere nicht. Dem einen Kind fällt es leichter das Schwimmen zu erlernen, dem anderen nicht.

Wie lange ein Kind benötigt, um sicher schwimmen zu können, ist auch abhängig von der Bewegungsvorstellung des Kindes, der Beweglichkeit und der Kondition des Kindes. Nicht zuletzt hängt es aber auch von der Einstellung des Kindes zum Element Wasser ab.

Als Richtwert rechnen Schulen bei einem 8-jährigen Kind mit mindestens 30 Unterrichtsstunden a 45 Minuten, bis das Kind sicher schwimmen kann (DGUV 202-107,2019). Da in diesem Alter das Lernen koordinativer Fähigkeiten besonders schnell geht, sollte man entsprechend mehr Zeit einplanen, wenn die Kinder jünger oder älter als 5-10 Jahre sind.



# Fazit



Man lernt am besten Schwimmen, wenn man mit dem Element Wasser vertraut ist und sich im Wasser wohlfühlt. Mit der Wassergewöhnung beginnt man am besten schon im Säuglingsalter. Sie kann auch in der Badewanne/Dusche zuhause durchgeführt werden (Schaut auch hier gerne den Bericht von Franziska Schalm zur Schwimmkursvorbereitung ebenfalls in unserem Magazin an.)

Es gibt keinen Richtwert, wie lange ein kleiner Schwimmer benötigt, um sicher schwimmen zu können. Es kommt auf das einzelne Kind an.

Wenn Schwimmkurse spielerisch gestaltet sind und das Kind sich innerhalb der Gruppe wohl fühlt, fällt es ihm viel leichter, das Schwimmen zu lernen.

Schwimmen macht glücklich und intelligent(er). Schwimmen fördert das Wohlbefinden und schafft Kondition. Schwimmen fördert die Durchblutung und Herzfunktion. Schwimmen beschleunigt die Entwicklung. Schwimmen stärkt zahlreiche Muskeln und hilft beim Stressabbau und beim Abschalten. Schwimmen in der Gruppe fördert das Sozialverhalten.

Jeder benötigt seine individuelle Zeit, da jeder einzigartig ist.