Die richtige Atmung – warum ist das wichtig?

Andrea Schwarz





Ein Baby in pinkem Badeanzug taucht unter Wasser und hält seine Augen geöffnet.


Eine Mama und ihr Kind sind beide unter Wasser, die Mutter ist hinter dem Kind und hält es im Arm fest.


Links eine Schwimmleine im Wasser, rechts daneben schwimmt ein Junge mit Bademütze und Brille Rücken, man sieht ihn aus Vogelperspektive.



1. Einleitung



Zugegeben ist die richtige Atmung nicht das Erste, an das die meisten denken, wenn man an das Schwimmenlernen denkt. - Dass die meisten also als erstes an die richtige Ausführung der Arm-Züge oder die „Froschbeine“ beim Brustschwimmen denken, ist somit völlig normal.

Jedoch ist die richtige Atmung mindestens genauso wichtig wie die richtige Wasserlage oder einen Seestern machen zu können.

Elementar ist, dass in jeder Schwimmkurs-Stufe altersgerechte Ansätze und Übungen zur richtigen Atmung angewendet werden.

So können die Kinder die richtige Atmung erlernen und somit leichter und besser Schwimmen

2. Was ist richtiges Atmen?


Im Wasser erfolgt die Atmung immer über Mund oder Nase. Es wird aktiv ausgeatmet, um die gesamte Luft, die sich in den Lungen befindet, entweichen zu lassen und danach wieder effizienter einatmen zu können. Das Ausatmen beim Schwimmen dauert immer zwei- bis dreimal länger als das Einatmen.

Die Ausatmung erfolgt ruhig und kontinuierlich durch Mund oder Nase, das Gesicht befindet sich dabei bei den meisten Schwimmarten im Wasser.


3. Selbstvertrauen und Sicherheit.


Das oberste Ziel in einem Schwimmkurs ist es, dass die Kinder Vertrauen in ihre neu erlernten Fähigkeiten und sich selbst erlangen.

Mit 3 Monaten können die Kleinsten bereits in unseren Babykursen starten. Hier können die Eltern entscheiden, ob sie bereits mit Ihren Kindern tauchen üben möchten. Dies wird aber immer durch ausgebildete Babyschwimmexperten begleitet und sollte niemals ohne systematische Vorbereitung geübt werden.

Hier auch noch Mal der Apell: Jedes Kind ist individuell und lernt in seinem eigenen Tempo – es ist unerlässlich auf die Signale, die uns die kleinen Schwimmer geben, zu achten.

Aber keine Sorge - Auch Kinder, die zu einem späteren Zeitpunkt in den Schwimmkursen starten, können das richtige Atmen jederzeit erlernen.


4 .Gute Vorbereitung


Schwimmen und Tauchen lernen kann bereits zu Hause beginnen – die ersten Grundlagen für die richtige Atmung können durch die Eltern in der Badewanne gelegt werden oder beim gemeinsamen Badeausflug am Wochenende ins Schwimmbad.

Übt das Atmen zunächst in der Badewanne - Lasst das Kind in der Badewanne mit dem Mund ins Wasser blubbern. Blubberkönige können sich dabei auch auf den Bauch legen und Mund und Nase ins Wasser legen - allerdings nur, wenn ihr kein Schaumbad gemacht habt.

Wenn das Kind das Blubbern beherrscht, kann Euer Kind das gesamte Gesicht ins Wasser legen und die vorher eingeatmete Luft auspusten. Legt dazu am besten einen Ring oder ein Wasserspielzeug ins Wasser, damit das Kind etwas im Wasser zu sehen hat. Wichtig ist, dass das Kind die Blickrichtung beim Auspusten zum Wannenboden hat. Hat das Kind die Luft vollständig ausgepustet, kann das Kind wieder über der Wasserfläche einatmen. Danach senkt das Kind wieder den Kopf in das Wasser und pustet wieder die eingeatmete Luft aus.

 Unser Tipp, wenn man die Übung direkt im Schwimmbad durchführen will - Im Schwimmbad könnt ihr mit Hilfe eines Schwimmbretts auch das Atmen üben. Halte das Brett mit beiden Händen fest und strecke die Arme. Das Kind sollte sich nun versuchen fortzubewegen – entweder mit Strampelbeinen oder mit dem Brustbeinschlag. Dabei sollte das Kind immer wieder über Wasser einatmen und ins Wasser ausatmen – Blubberblasen nicht vergessen.

Ringe tauchen - Legt Ringe oder Spielzeug auf den Fußboden des Schwimmbades. Lasst das Kind vom Beckenrand abstoßen und beide Arme zur Hüfte ziehen. Das Kind sollte den Blick zum Boden richten und ausatmen. Das Kind könnte sich bei diesem Spiel die Farben der verschiedenen Utensilien, die am Beckenboden liegen, merken. Unser Tipp zum Tauchen lernen: Beobachtet einmal die Enten beim Tauchen – Popo in die Höhe strecken und mit den Füßen strampeln - und schon fällt das Tauchen viel einfacher.

Und für alle großen und kleinen Wasserratten kommt hier noch unser  Lieblingsspiel zum Tauchen: Blubberkönig der Woche. Gemeinsam mit Euren Kleinen blubbert ihr um die Wette. Das gemeinsame Ziel ist es, die Luft unter Wasser so langsam wie möglich auszuatmen – und so möglichst lange zu blubbern – auf die Plätze fertig “Blubbern”. Wer ist der Blubberkönig in Eurer Familie?

Weitere Ideen zur Vorbereitung aufs Schwimmen lernen findet ihr auch in unserem Artikel “Vorbereitung auf den Schwimmkurs – Macht das Sinn?


4 .Fazit


Die Richtige Atmung gehört zu den Grundkompetenzen und ist für kleine und große Schwimmer sehr wichtig.

Kinder lernen die richtige Atmung am besten spielerisch und in altersgerecht aufeinander abgestimmten Stufen – Wenn Kinder schon zuhause mit ihren Eltern "tauchen" üben und dem Element Wasser erstes Vertrauen entgegenbringen, haben sie es im Schwimmkurs leichter.